Chronik

Siehe auch: Sportliche Erfolge // Vereinsführung seit 1926 // Trainer seit 1950


Die Anfänge

Schon vor 1926 wurde in Aldingen Fußball gespielt. Im Jahre 1921, also vor unserer Vereinsgründung wurden in Aldingen die ersten Bälle getreten. Organisiert wurde das ganze in einer Spielgemeinschaft des TV Aldingen, die allerdings im Jahre 1925 wieder endete. Ab 1923 war das Fußballspielen mit dem Zuzug der beiden Lehrer Paul und Karl Haller in der Schule erlaubt. Dies förderte das Fußballspielen immens.


Die 20er-Jahre

Gründung

In jenen Jahren wurde der Wunsch der sporttreibenden Jugend auf Zusammenschluss in einem Verein immer lauter. So entstand dank der Initiative einiger Sportler am 27. Februar 1926 unter der Vorstandschaft von Wilhelm Haller (Vogtshansen auch Schuhhaller genannt) die „Spielvereinigung 1926“ in Aldingen. Treibende Kräfte waren die jungen Männer aus der Schillerstraße, in Aldingen besser unter dem Namen „im Winkel“ oder früher auch „Wendelgasse“ bekannt. Mit 34 Mitgliedern und einem Gründungskapital von 1,30 Reichsmark begannen sie das Abenteuer Fußball. Die Einnahmen aus den ersten Wettspielen – so nannte man damals die Freundschaftsspiele – wurden Bälle, Schweinefett und auch Sägemehl angeschafft.

Anfangsjahre

Es entwickelte sich ein reger Spielbetrieb, 14 Wettspiele gegen Vereine aus umliegenden Ortschaften wurden ausgetragen, bevor am 12. September 1926 das erste Verbandsspiel gegen Tuningen in der B-Klasse anstand. Der Ausgang des Spieles ist nicht bekannt. Zuerst war die Spielvereinigung Mitglied im Fußballverband Nürnberg, im Jahre 1928 wechselten sie in den Süddeutschen Fußballverband. Zu den Auswärtsspielen gelangten die Fußballer anfangs häufig zu Fuß oder mit dem Fahrrad, denn für den Zug reichte das Geld nicht. Später zeigte sich die heimische Industrie und Handwerk großzügig und stellte einen Lastwagen zur Verfügung. In der 1. Mannschaft spielten damals: Karl Hauser (Schneiderkarl), Wilhelm Haller (Rößle), Herrmann Haller (Rößle), Hans Hauser (Kratten), Hans Hauser (Sonne), Jakob Haller, Johannes Hauser (Hallerbott), Ernst Fischer und Christian Haller (Schuraer Str.). Eine nicht ganz unwichtige Funktion hatten damals die Vereinsdiener. Sie mussten die Mitgliedsbeiträge kassieren und die Spieler informieren. Einer der ersten Amtsträger bereits als Zwöfjähriger war Erich Klingseisen, gleich nach seinem Eintritt im Jahr 1927. Große Sorgen bereitete jedoch zunächst der vorhandene Sportplatz am Nettenbergle (auf der Jaged), heutiger Minigolfplatz, der dringend einer gründlichen Instandsetzung bedurfte. Erste Maßnahmen wurden im Gründungsjahr durchgeführt und schließlich im Frühjahr 1927, ließ die Spielvereinigung aus eigenen Mitteln das Gelände entwässern und herrichten. Unter Beteiligung der übrigen Vereine fand eine feierliche Einweihung des Platzes statt.

Erste Veranstaltungen – Freundschaftsspiele des VfB Stuttgart

Während der Spielbetrieb in der Folgezeit ganz beachtliche Erfolge brache, trat der Verein auch mit Öffentlichen Veranstaltungen in Erscheinung, so im Oktober 1927 und im November 1928 mit Herbstfeiern und im Dezember 1932 mit einer Weihnachtsfeier im Gasthaus „Hirschen“. Erste fußballerische Höhepunkte brachten an Pfingsten 1928 und Ostern 1929 die Freundschaftsspiele des VfB Stuttgart in Aldingen. 34,80 RM mussten die Aldinger als Fahrentschädigung und 4,50 RM für ein Essen in der „Rose“ bezahlen, hatten aber auch Zuschauereinnahmen von 157,40 RM. Diese beiden Begegnungen stellten eine großartige Werbung für den Fußballsport dar und fanden in der ganzen Umgebung starke Beachtung. Es gab aber nicht nur Einnahmen aus Verbandsspielen und Veranstaltungen, interessant ist auch eine Eintragung im Kassenbuch vom November 1933 wo für die Pacht des Sportplatzes fürs Futter 3 RM bezahlt wurden.

Vorsitzende

Vorsitzender wurde 1930 Christian Haller (Kieferchriste), dem in den nächsten Jahren Jakob Hauser (Schreinerjakob) und Karl Öfinger (Reichsbahnassistent), 1936 dann ein „Ältestenrat“ unter Führung von Karl Layer als Vereinsleitung, 1937 Lehrer Götz, 1938 Hans Haller (Webers) und 1939 bis 1944 Walter Wüstholz (Fabrikant) folgten. 1945 Übernahm Bürgermeister Erich Fischer den Vorsitz. Erst 1956 gab er ihn an Christian Hauser (Malermeister) ab. Dann standen dem Verein 1959 Walter Wüstholz, 1960 bis 1964 Franz Ziwey (Gemeindeinspektor), 1965 bis 1969 Josef Derichs (Architekt), 1970 bis 1980 Armin Keller (KSK-Filialleiter), von 1981 bis 2000 Manfred Hornig (Bankkaufmann) und seit 2001 Erwin Jetter sen. (Angestellter) vor.


Die 30er-Jahre

Die Jahre 1930 bis 1934 waren reich an sportlicher Arbeit. Der Aufstieg in die A-Klasse wurde erstmals 1934 geschafft. Im gleichen Jahr stieg die Mitgliederzahl zum erstenmal auf über 100 an. Am 14 Juli 1935 wurde der aus Aldingen scheidende Karl Öfinger, der dreieinhalb Jahre den Verein geleitet hatte, zum Ehrenmitglied der Spielvereinigung ernannt.

Gleichschaltung

Auch die Zeit des 3. Reiches ging nicht spurlos an der Spielvereinigung vorbei. Am 29. August 1933 fand im Gasthof zum Schwanen eine außerordentliche Generalversammlung zur „Gleichschaltung der Spielvereinigung 1926“ statt. Aus diesem Protokoll ist herauszulesen, dass ein gemeinsames Herbstsportfest mit dem Turnverein durchgeführt wird und zum Gesangverein ein innig Verhältnis besteht. Die Spielvereinigung hatte eine eigene Gesangsabteilung und glänzte durch Auftritte nach den Spielen. Der Gasthof zum Schwanen war vor dem Krieg das Vereinslokal. Hier zogen sich die Fußballer um und im Schwanenbrunnen haben sie sich gewaschen. 1934 und 1935 erreichte die 1. Elf den 3. und 4. Tabellenplatz in ihrer Klasse. Beeinträchtigung der Spielstärke brachte im Jahr 1936 die Einberufung mehrerer Spieler zum Arbeits- und Wehrdienst mit sich, denn bis dahin spielten die Aldinger immer mit 2 Mannschaften.

Krieg und Einstellung des Spielberiebs

Mit dem Beginn des 2. Weltkriegs musste die Spieltätigkeit der 1. Mannschaft schließlich ganz eingestellt werden. Aldingen bestritt sein letztes Spiel daheim am 5. November 1939 gegen 08 Tuttlingen und auswärts am 17. Dezember 1939 gegen den SV Spaichingen. Die Mitgliederzahl erreichte in dieser Zeit keine 70 Personen mehr.


Die 40er-Jahre

Gleich nach Beendigung des Krieges setzte sich eine Anzahl Sportfreunde für ein rasches Wideraufleben der Spielvereinigung ein. So konnten schon im Herbst 1945 die ersten Begegnungen ausgetragen werden. Der Französische Kommandant René Kim hat Fußballschuhe organisiert und zusammen mit Erich Klingseisen den Spielbetrieb wieder aufgebaut. Erstes Fußballspiel war am 2. September 1945 in Aldingen gegen den SV Spaichingen. Gesellschaftlich waren sie auch aktiv, dies belegen Einnahmen aus Theateraufführungen am 31. Dezember 1945 in der Rose und 3. Februar in Seitingen. Der erste Ausflug führte die Aldinger im August 1946 nach Hilzingen. 200 Eier mussten besorgt werden, dass der Busfahrer „Sprit“ organisieren konnte.

Wiederaufnahme der Rundenspiele

Unter sehr schwierigen Bedingungen beteiligte sich die 1. Elf von 1947 bis 1950 an den Rundenspielen der damaligen Bezirksklasse. Fritz Schalk als Fahrer und der Lkw-Holzvergaser von der Fa. Hengstler waren die Garanten, dass zu den Auswärtsspiele auf eine für damalige Zeit bequem und preiswert angetreten werden konnten. Im Jahr 1950 konnten sie sogar den 2. Tabellenplatz erringen.


Die 50er-Jahre

Nun war es erforderlich, eine völlig neue, verjüngte Mannschaft heranzubilden, nachdem die alten und bewährten Spieler ihre aktive Mitarbeit einstellten. Dieser organisatorische Aufbau erforderte allerdings seine Zeit. So spielte Aldingen von 1951 bis 1953 in der C-Klasse und von 1954 bis 1956 in der B-Klasse. Gerade das 30. Gründungsjahr sollte der Spielvereinigung jedoch wieder einen schönen Erfolg bringen. Die Meisterschaft der B-Klasse des Kreises Tuttlingen sowie die Bezirks-Pokalmeisterschaft und somit der Aufstieg in die A-Klasse Schwarzwald.

Dass auch der Ausbildung des Nachwuchses große Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde, beweist die Tatsache, dass die Jugendelf im Jahr 1956 Kreismeister durch ein 7:3 gegen Wehingen wurde.

Sportplatz an der Prim

Im Jahr 1955 wechselten die Fußballer den Platz und der neue Sportplatz an der Prim wurde ihre neue Heimat. Auf diesem fand vom 23.-25 Juli 1955 das 1. Heimatfest der Aldinger Bevölkerung statt. Laut Aufzeichnungen hat sich der Sportplatz als Festgelände bewährt.

1956 war ein erfolgreiches Jahr für die Spielvereinigung. Neben den sportlichen Erfolgen wurde vom 14.-16. Juli das 30-jährige Jubiläum gebührend gefeiert. Ein „Bunter Abend“, Ehrungen, Festzug, Pokalspiele und Tanz im Festzelt waren nur einige Höhepunkte dieser Veranstaltung. Nach anstrengendem Festwochenende entschädigte der Vereinsausflug im August nach Buchs in der Schweiz.

Bau der Sporthalle B14

In diesem Jahr beschlossen die Aldinger Gemeinderäte den Bau einer Sporthalle. Die Standortfrage geriet zu einem Politikum. Die Spielvereinigung machte sich für den Bau beim Sportplatz an der B14 stark. Zu dieser Zeit hatte Aldingen noch ein Freibad, wo jetzt der Kunstrasenplatz angelegt ist und es sollte nach Wunsch der Spielvereinigung eine Gesamtsportanlage werden. Heftigste Auseinandersetzungen mit dem Turnverein waren die Folge. Diese kämpften für den Standort Heidlesbach und es spaltete das Dorf in zwei Lager. Mit Flugblattaktionen versuchte man die Aldinger Bürger auf seine Seite zu ziehen. Eine Bürgerversammlung wurde angesetzt und schließlich brachte ein Bürgervotum die Entscheidung: Sporthallenbau an der B14!

Am Samstagabend, den 19. September 1959 wurde die neue Turnhalle mit einem großen Festbankett ihrer Bestimmung Übergeben und es wurde ein großes Fest für die Aldinger Bevölkerung. Turnverein und Spielvereinigung gestalteten zusammen das Festprogramm.

Sportliches Auf und Ab

In den Jahren nach dem Jubiläumsjahr blieben sportliche Rückschläge nicht aus. Bereits 1957 stiegen die Aldinger wieder ab und es war im zweijährigen Rhythmus ein rauf und runter. 1959 schafften sie den erneuten Aufstieg in die A-Klasse. Es hat fast den Anschein, dass der sportliche Erfolg durch ein großes gesellschaftliches Ereignis gefördert wird.

Noch einmal musste der Weg zurück in die B-Klasse angetreten werden, bis dann im Jahr 1963 der Wiederaufstieg in die A-Klasse geschafft wurde.

Unterhaltungsabende, Wanderungen und Ausflüge sorgten auch in dieser Zeit immer für viel Kurzweil im Vereinsleben.

Eingetragener Verein

Die Spielvereinigung gab sich 1954 eine neue Satzung und mit der Eintragung ins Vereinsregister des Amtsgerichts Spaichingen 1961 erhielt sie die Gemeinnützigkeit und den Zusatz „e.V.“ für einen eingetragenen Verein.

Die Jugendarbeit litt Ende der 50er Jahr etwas unter dem nötigen Engagement der Mitglieder und erst Anfang der 60er waren einige Fußballer wieder bereit hier aktiv zu werden.


Die 60er-Jahre

Sportliche Erfolge

Mit dem Aufstieg 1963 begann sportlich eine große und eindrucksvolle Zeit. Auffällig ist, dass wieder in einem Jubiläumsjahr der größte Erfolg der Spielvereinigung mit dem 2. Tabellenplatz in der A-Klasse erreicht wurde. Lange Zeit boten sich die Aldinger ein Zweikampf mit Epfendorf, doch in der Schlussphase der Saison ging den Aldingern buchstäblich die Luft aus.

Erstes Damenfußballspiel

Das brachte aber für das 40-jährige Jubiläum keinen Abbruch. Mit einem 1500 Personen-Festzelt beim Sportplatz kamen Tausende zum Aldinger Sportfest. Den Zuschauern wurden ausgezeichnete Fußballspiele von den Aktiven und Jugendmannschaften geboten. Ein Damenfußballspiel von Frauen aus Frittlingen und Aldingen lockte die meisten Zuschauer an, denn dies war erstmalig in unserer Region. Das 1:1 Unentschieden bei Spielende ließ beiden Kontrahenten die Ehre des Unbesiegtseins.

Ehemalige Sparten

1967 gliederte sich dem Verein eine Gewichtheberabteilung an, die aber nach 10 Jahren nicht mehr aktiv tätig war. Im Jahr 2003 löste sich diese wegen dem Umbau der Erich Fischer Halle und dem damit verbundenen Wegfall der Trainingsmöglichkeiten auf.. Der Tennisclub Aldingen war von 1969 bis 1971 eine Sparte der Spielvereinigung, ehe sie sich sehr erfolgreich selbständig machten. Von 1983 bis 1993 war die Abteilung Kraftsport eine Sparte der Spielvereinigung und hat nun ihr Trainingszentrum in der Halle an der B14 als eigenständiger Verein.

Stellvertretend erwähnt für alle verstorbenen Mitglieder

Im Jahr 1967 am Dreikönigstag kam Richard Irion im Alter von 44 Jahren durch einen Verkehrsunfall ums Leben. Der plötzliche Tod traf die Spielvereinigung in besonderer Weise, denn er bekleidete schon lange Jahre das Amt des Schriftführers. Auch durch einen tragischen Verkehrsunfall und fast an gleicher Stätte starb 1971 der langjährige Spieler und Siegfried Moser mit 29 Jahren. Für den Verein und deren Familien war dies ein herber Verlust.

Umbruch in der Mannschaft

Im sportlichen Bereich konnten die Aldinger an die Supersaison von 1966 nicht mehr anknüpfen. Ein vierter Platz 1966/67 war noch der beste Saisonabschluss. Im Jahr 1969 stiegen die Aldinger in die B-Klasse ab, es gelang ihnen aber prompt der Wiederaufstieg. Hier gab es aber einen großen Umbruch in der Mannschaft. Erfahrene Spieler hörten altersbedingt auf und mit den jungen Männern die direkt aus der Jugend kamen, konnte diese Lücke nicht gedeckt werden. Hier wirkte es sich vehement aus, dass am Anfang der 60er Jahre die Jugendarbeit im Verein vernachlässigt wurde.


Die 70er-Jahre

Sportliche Talfahrt

Im Jahr 1972 musste die Aldinger Erste dann erneut den Weg in die B-Klasse antreten und dies für eine sehr, sehr lange Zeit. Eines ließen sich die Fußballer aber nicht nehmen. Trotz der sportlichen nicht gerade befriedigenden Bilanzen, war die Geselligkeit und Freundschaft immer ein Trumpf in der Spielvereinigung.

In der Zeit wo der sportliche Erfolg langsam auslief, drückten die Spielvereinigung nicht gerade Schulden. In einem Protokoll von 1968 ist aber zu lesen: „Finanziell lebt die Spielvereinigung von der Hand in den Mund“. In diesem Jahr wurde dann der Mitgliedsbeitrag von 5 auf 7 DM angehoben.

Gründung der AH und neue Geldeinnahmen

Die im Juli 1970 neu gegründete Abteilung Alte Herren richtete erstmals im September ein AH-Feldturnier mit Tanzabend aus. Man merkte, dass durch solche Veranstaltungen Geld zu verdienen ist. Es folgte 1971 die 1. Fasnetsveranstaltung im Hirschen und ebenso 1971 begann die Zeit der „Jettergarten-Feste“. Getränke- und Wurstverkauf auf dem Sportplatz wurde diskutiert, doch dies wurde erst 1978 von Helmut Flad umgesetzt.

1973 waren die Aldinger Ausrichter des 14. Lemberg-Wanderpokalturniers, das immer mit den Mannschaften aus Denkingen, Frittlingen, Gosheim, Wellendingen und Frittlingen stattfindet. Aldingen wurde Dritter und wieder einmal war eine andere Mannschaft Sieger. Der SV Gosheim besiegte im Endspiel den VfR Wilflingen.

Veranstaltungen in der neuen Mehrzweckhalle

Mit der Fertigstellung der Aldinger Mehrzweckhalle 1975 eröffnete sich den Vereinen von Aldingen neue Möglichkeiten. Die Spielvereinigung lud zu einem zünftigen Oktoberfest ein. Zwei Tage Unterhaltung mit den Kapellen „Missouris“ und den „Amigos“ brachte den ersehnten finanziellen Erfolg. Dies läutete die Ära der unzähligen Tanz- und Unterhaltungsveranstaltungen ein. 1. Vorsitzender Armin Keller und vor allem Jochen Dorrhauer mit seinem organisatorischen Talent ist es zu verdanken, dass hier die Zeichen der Zeit erkannt wurden. Unterstützt wurden sie von alten und jungen Spielern und deren Partner, die teilweise heute noch bei jedem Fest aktiv mitwirken.

Rockkonzerte, Discopartys, Weinfeste, Oktoberfeste, Bewirtung der Kreissparkassenfeste, Künstlerabende, Tanz in den Mai (1987 bis 1996) und vor allem die Fasnetsveranstaltungen mit den Missouris (1979 bis 1993) brachte der Spielvereinigung ein beruhigendes, finanzielles Polster.

Ein weiterer Höhepunkt im Vereinsleben war das 50-jährige Vereinsjubiläum. Drei Tage von Samstag bis Montag wurde im Rundzelt neben dem Sportplatz an der B14 gefestet. Der Bunte Abend war ein Riesenerfolg und die sportlichen Höhepunkte setzten am Sonntag die Herren-, Damen- und Jugendmannschaften.

Sieg beim Turnier der Verwaltungsgemeinschaft

1977 war die Spielvereinigung Ausrichter des 18. Lemberg-Wanderpokalturniers. Das Wetter spielte den Aldingern einen bösen Streich, denn beide Tage wurden von enormen Regenschauern begleitet. Abbonementsieger Gosheim sicherte sich nach Elfmeterschießen gegen Wilflingen den Pokal. Sportlicher Höhepunkt war für Aldingen in diesem Jahr der Sieg beim Fußballturnier der Verwaltungsgemeinschaft Spaichingen. Gegen den Ausrichter Denkingen siegten sie mit 2:0 Toren. Im Folgejahr waren die Aldingen Ausrichter dieses Turniers, das in dieser Form zum letzten Mal stattfand.

Gründerung der Damenmannschaft

Angespornt durch ihre fußballspielenden Männer wurde im März 1975 eine Damenmannschaft gegründet. Leider läste sich diese Abteilung 1980 auf und erst 1993 begann wieder ein Neuanfang. Zweifellos profitiert die Spielvereinigung durch ihre weiblichen Mitglieder. Vor allem die zahlreichen Veranstaltungen könnten ohne sie nicht mehr durchgeführt werden.

Sportlich hielt sich die Spielvereinigung ganz gut in der B-Klasse, doch reichte es nie, ganz vorne bei der Meisterfrage mitzumischen. Im Jahr 1979 wurden die Fußball-Ligen neu eingeteilt und die Aldinger spielten mit ihrer Ersten in der Kreisliga A und mit der Zweiten in der Kreisliga B.


Die 80er-Jahre

Abstieg in die unterste Klasse

1984 war eines der bittersten Jahre der jüngeren Geschichte für die Spielvereinigung, denn die 1. Mannschaft stieg in die Kreisliga B ab. Hier war von den Verantwortlichen Durchhaltevermögen gefordert, denn Spieler verließen den Verein und trotz guter Jugendarbeit dauerte es lange, bis sich wieder die richtige Mischung fand.

Eisenbahnwaggon als Sportheim

Doch gerade in diesen Jahren entwickelte sich eine weitere Aktivität im Verein. Die langjährige Diskussion um den Sportheimbau fand mit dem Beschluss des Ausschusses im September 1986 ein Ende. Ein alter Eisenbahnwaggon wurde mit viel Liebe und Idealismus zu einem schmucken Vereinstreff umgebaut und dient seither den Fußballern als neues Domizil. Am 13. Dezember 1987 fand die feierliche Eröffnung statt und den ganzen Tag über war reger Besucherandrang. Im selben Jahr wurde der Umkleidetrakt renoviert und ein Kinderspielplatz wurde gleich noch dazu gebaut

Jedermann-Kleinfeldturnier

Die Ausrichtung des Kleinfeldturniers für die Aldinger und Aixheimer Vereine lief anfangs beschwerlich an, doch fand es zusehends größeres Interesse. Gestartet mit 10 Mannschaften nahmen zwischenzeitlich bis zu 18 Mannschaften aus heimischen Vereinen teil. Das Interesse wurde jedoch seitens der Vereine geringer, so dass für das Turnier keine Ortsbeschränkung gilt. Nach teilweisen Unterbrechungen fand 1999 bereits das 15. Kleinfeld statt.

Die Saison 1988/89 bescherte den Aldinger Aktiven wieder nicht den großen Erfolg. Hinter Dürbheim wurden sie ungeschlagen Zweiter und beim 30. Lemberg-Wanderpokalturnier in Aldingen reichte es nur zu Platz vier. Die Alten Herren und die A-Jugend machten es vor heimischem Publikum besser, denn beide Mannschaften gewannen ihre Endspiele. In diesem Rahmen fanden auch Ehrungen für verdiente Vereinsmitglieder statt.


Die 90er-Jahre

Das 70-jährige Vereinsjubiläum wurde im Juli 1996 gemeinsam mit dem 37. Lemberg-Wanderpokalturnier gefeiert. Frittlingen wurde Sieger bei allen Mannschaften. So reichte es sportlich wieder nicht für den großen Knaller bei diesem Turnier, doch der festliche Rahmen war dafür um so bemerkenswerter. Vereins- und Verbandsehrungen hatten sich wieder zahlreiche Mitglieder und Funktionäre verdient und eine besondere Ehre wurde Armin Keller zuteil. Ab 1970 war er 10 Jahre lang 1. Vorsitzender und bis 1996 Kassier des Vereins. Die Spielvereinigung ernannte ihn zum Ehrenmitglied und aus den Händen von Bürgermeister Lindner erhielt er die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.

Aufstieg bis in die Bezirksliga

1990 starteten die Aktiven dann aber durch und der Aufstieg in die Kreisliga A war geschafft. Dort spielten sie immer vorne mit und dies wurde 1995 mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Bezirksliga belohnt. Dieses Abenteuer dauerte aber nur zwei Jahre und seit 1997 ist man dafür eine feste Größe in der Kreisliga A.

Ist da etwas dran an Aldingens großen sportliche Erfolge, wenn große Veranstaltungen gefeiert werden: 1990: Aufstieg in die Kreisliga A. Das 1. Aldo-Fescht der Aldinger Vereine findet in der Dorfmitte statt und die Spielvereinigung ist von Anfang an dabei. Zwischenzeitlich ist im Jahr 2001 das 11. Aldo-Fescht und die Fußballer sind eine feste Größe dieses Dorffestes.

1995: Aufstieg in die Bezirksliga Schwarzwald. In Aldingen steigt das 5. Heimatfest. Die Spielvereinigung hat sich enorm in diese Veranstaltung eingebracht und hat viel zum guten Verlauf und Erfolg dazu beigetragen. Die „Roten Teufel vom Primtal“ sind noch nicht vergessen.


Heute

Sportlich

Im Jubiläumsjahr 2001 sicherten sich die Aldinger schon 4 Spieltage vor Rundenende die Meisterschaft und gehen mit jungen, hungrigen Spielern, ergänzt durch erfahrene Haudegen das Unternehmen Bezirksliga an.

Kunstrasenplatz

Bei der Spielvereinigung läuft es rund. Diesen Eindruck haben die Besucher des Sportheimes und der Sportanlage. Gerade die Sportanlage ist der Stolz der Spielvereinigung und gehört mit zu den schönsten im Bezirk. Mit viel Eigenleistung wurde dieses Millionenprojekt Kunstrasen verwirklicht. Hier zeigte sich die gute Kameradschaft, denn nur so konnte das Projekt in der kurzen Zeit durchgezogen werden.

Jugend

In der Jugendabteilung, viele Jahre das Sorgenkind der Spielvereinigung, ist seit Mitte der 60er Jahre eine positive Entwicklung zu beobachten. Meisterschaften sind deshalb fast jährlich zu vermelden. Seit 1993 haben die Kinder und Jugendlichen eine eigene Jugendsatzung und sind durch ihren Sprecher auch im Hauptausschuss vertreten. Die Spielvereinigung ist stets bemüht, von den Jüngsten bis zur A-Jugend eine Mannschaft zu stellen. Ein guter Trainer- und Betreuerstab sorgt wöchentlich für ein geregeltes Training. Doch kommt auch das gesellige nicht zu kurz. Ausflüge, Trainingslager, Zeltlager, Weihnachtsfeier, Abschlussfeier, Besuch von Bundesligaspielen sind nur eine kleine Auswahl der weiteren Aktivitäten.

Alte Herren

Im Jahr 1970 wurde die Abteilung Alte Herren erstmals erwähnt. Hier zeigen die Ehemaligen, dass sie noch lange nicht zum Alten Eisen gehören. Für den Verein sind viele der älteren Spieler nicht wegzudenken, egal ob sie sich in der Vereinsführung oder in der Jugendarbeit engagieren.

Schiedsrichter

Die Schiedsrichtergruppe ist ein weiterer fester Bestandteil der Spielvereinigung. Sie sind durch ihren Vertreter seit 1992 im Hauptausschuss vertreten und somit war die Spielvereinigung mit ein Vorreiter für den Stellenwert der Schiedsrichter im Verein. Auch die im Jahre 1998 bezugsfertige Schiedsrichterkabine können nur wenige Vereine des Bezirkes vorweisen. Im Jahr 1990 war man mit 11 aktiven Schiedsrichtern Spitze im Bezirk Schwarzwald.

Gesellschaftlich

Das Zusammengehörigkeitsgefühl war den Mitgliedern der Spielvereinigung Aldingen immer wichtig. Eine Weihnachts- oder Jahresabschlussfeier hatte seinen festen Termin im Kalender der Fußballer. Doch auch im Sommer oder Herbst wollten sie zusammen gemeinsam etwas erleben. Kleinere und größere Ausflüge standen deshalb fast jährlich an. Nicht nur die Aktiven oder die einzelnen Sparten für sich gingen auf Reisen, in den letzten Jahren wurden die Ausflüge immer gemeinsam angegangen. Nach Hamburg, Berlin, Dortmund, Schweiz, Frankreich, Österreich, Kroatien und natürlich auch Ziele im Ländle und in andere Bundesläder wurden anvisiert.

Dies ist mit ein Grundstein für den Erfolg der Spielvereinigung und sie wird deshalb noch viele Jahre blühen.

Letzte Fortschreibung: Juli 2001

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